AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen der BCS – Business Consulting Services e.U., FN 540602d, Quadenstraße 144/3/6, 1220 Wien (im Folgenden „BCS“). Stand: [Monat Jahr]
1. Geltungsbereich
1.1 Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen BCS und ihren Auftraggebern über IT-Dienstleistungen, insbesondere Managed IT Services, Support, Beratung, Projektleistungen, Softwareentwicklung sowie die Lieferung von Hard- und Software.
1.2 Die Leistungen von BCS richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 1 UGB. Verträge mit Verbrauchern werden nicht abgeschlossen.
1.3 Abweichende Bedingungen des Auftraggebers gelten nur, wenn BCS ihnen ausdrücklich schriftlich zustimmt. Individuelle Vereinbarungen, insbesondere Leistungsbeschreibungen und Service Level Agreements (SLA), gehen diesen AGB vor.
2. Angebot und Vertragsabschluss
2.1 Angebote von BCS sind freibleibend und, sofern nicht anders angegeben, 30 Tage gültig.
2.2 Ein Vertrag kommt durch schriftliche Auftragsbestätigung oder durch Beginn der Leistungserbringung zustande. E-Mail genügt der Schriftform.
3. Leistungsumfang
3.1 Art und Umfang der Leistungen ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot bzw. der Leistungsbeschreibung. Nicht ausdrücklich vereinbarte Leistungen werden nach Aufwand verrechnet.
3.2 BCS ist berechtigt, Leistungen ganz oder teilweise durch qualifizierte Subunternehmer erbringen zu lassen.
3.3 Reaktionszeiten beziehen sich auf die vereinbarten Servicezeiten (Mo–Fr 08:00–18:00 Uhr, ausgenommen gesetzliche Feiertage in Wien), sofern im SLA nichts anderes vereinbart ist. Eine Reaktionszeit ist keine Behebungszeit.
4. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
4.1 Der Auftraggeber stellt BCS alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Zugänge (vor Ort und per Fernwartung) und Ansprechpartner rechtzeitig zur Verfügung.
4.2 Der Auftraggeber ist für die regelmäßige Sicherung seiner Daten verantwortlich, sofern die Datensicherung nicht ausdrücklich als Leistung von BCS vereinbart ist.
4.3 Verzögerungen oder Mehraufwände, die durch unterlassene Mitwirkung entstehen, gehen zu Lasten des Auftraggebers.
5. Preise und Zahlungsbedingungen
5.1 Alle Preise verstehen sich in Euro zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
5.2 Laufende Leistungen (z. B. Managed Services, Lizenzen) werden monatlich im Voraus, Aufwandsleistungen monatlich im Nachhinein verrechnet. Die Abrechnung nach Aufwand erfolgt in Einheiten von [15] Minuten.
5.3 Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zahlbar. Bei Zahlungsverzug ist BCS berechtigt, Verzugszinsen gemäß § 456 UGB zu verrechnen und nach Mahnung Leistungen zurückzubehalten.
5.4 Preise für laufende Leistungen sind wertgesichert nach dem Verbraucherpreisindex (VPI) der Statistik Austria; Basis ist der Monat des Vertragsabschlusses. Preiserhöhungen von Herstellern und Distributoren (insbesondere bei Lizenzen) kann BCS an den Auftraggeber weitergeben.
6. Lieferung von Hard- und Software, Lizenzen
6.1 Gelieferte Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum von BCS.
6.2 Für Software und Cloud-Dienste Dritter (z. B. Microsoft, Sophos) gelten zusätzlich die Lizenz- und Nutzungsbedingungen des jeweiligen Herstellers. BCS übernimmt keine Gewähr für Leistungen, Verfügbarkeit oder Änderungen dieser Dienste durch den Hersteller.
6.3 Abonnement-Lizenzen richten sich in Laufzeit und Kündbarkeit nach den Bedingungen des Herstellers; eine vorzeitige Reduktion ist nur möglich, soweit der Hersteller dies zulässt.
7. Vertragslaufzeit und Kündigung
7.1 Verträge über laufende Leistungen werden, sofern nicht anders vereinbart, auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und können von beiden Seiten unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten zum Monatsende schriftlich gekündigt werden.
7.2 Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund, insbesondere bei Zahlungsverzug von mehr als 30 Tagen, bleibt unberührt.
8. Gewährleistung
8.1 Mängel sind unverzüglich, spätestens innerhalb von 14 Tagen nach Lieferung bzw. Leistungserbringung, schriftlich und nachvollziehbar zu rügen (§ 377 UGB).
8.2 BCS ist nach eigener Wahl zur Verbesserung oder zum Austausch berechtigt. Die Gewährleistungsfrist beträgt sechs Monate.
9. Haftung
9.1 BCS haftet nur für Schäden, die vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurden. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist, ausgenommen bei Personenschäden, ausgeschlossen.
9.2 Die Haftung für Folgeschäden, entgangenen Gewinn, Datenverlust und Schäden aus Ansprüchen Dritter ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig. Bei Datenverlust haftet BCS höchstens für den Aufwand der Wiederherstellung aus ordnungsgemäß erstellten Sicherungen.
9.3 Die Haftung ist je Schadensfall mit der Höhe des Auftragswertes, bei laufenden Leistungen mit dem Entgelt der letzten zwölf Monate, begrenzt.
9.4 Schadenersatzansprüche verjähren sechs Monate ab Kenntnis von Schaden und Schädiger.
10. Fernwartung
10.1 Der Auftraggeber stimmt zu, dass BCS Leistungen auch per Fernwartung (z. B. TeamViewer) erbringt. Der Zugriff erfolgt ausschließlich zur Erbringung der vereinbarten Leistungen.
10.2 Der Auftraggeber stellt sicher, dass die betroffenen Benutzer über die Fernwartung informiert sind.
11. Datenschutz und Vertraulichkeit
11.1 Beide Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei geheim zu halten. Diese Pflicht besteht auch nach Vertragsende fort.
11.2 Soweit BCS personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet, schließen die Parteien eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung gemäß Art. 28 DSGVO ab.
12. Schlussbestimmungen
12.1 Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen und des UN-Kaufrechts.
12.2 Erfüllungsort ist Wien. Gerichtsstand ist das für 1220 Wien sachlich zuständige Gericht.
12.3 Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Schriftform. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
